Erfolgreiche Selbstvermarktung, Teil 3 – Online-Tools

 

Selbstvermarktung und Selbstdarstellung mit (Reich-)Weite

Erfolgreiche Selbstvermarktung funktioniert heute nur noch, wenn auch das Internet miteinbezogen wird. Hier sind die Möglichkeiten fast grenzenlos und die Reichweite enorm.

Man musss sich nur rantrauen. Selbstmarketing im Internet ist kein Hexenwerk. Mit – zugegebenermaßen – etwas zeitlichem, aber lohnenswertem Aufwand kann man dort seine Ich-Marke ins rechte Licht rücken und das eigene Image pflegen.

In Teil 2 meiner Reihe zum Thema „Erfolgreiche Selbstvermarktung“ hast Du alles über Selbstmarketing im Offline-Bereich erfahren. In Teil 3 geht es jetzt um Online-Tools, die Du nutzen solltest, um Dich als Person und Experte/in bekannt zu machen.

 

1. Firmenwebsite mit Profil – Ohne Bühne kein Darsteller

Für jede Firma – egal wie groß oder klein – ist es ein Muss, eine eigene Website zu besitzen. Das bedarf wohl keiner Erklärung mehr. Deine Firmen-Website ist oft die erste Anlaufstelle Deiner Kunden, zumindest aber die zweite. Sie ist quasi Deine 24-Stunden-Schaufenster für Dein Angebot, vor allem aber eine öffentliche Bühne. Gerade diese Chance vertun viele Unternehmer. Sie verkaufen auf ihrer Website nur ihre Werkzeuge bzw. ihre Ware. Sie selbst bleiben im Hintergrund oder sogar ganz verborgen.

Nutze Deine Website genau dazu: Deine Person erfolgreich zu vermarkten. Unsere Produkte und Dienstleistungen sind austauschbar, unsere Person nicht. Und: Menschen kaufen von Menschen, nicht von Firmen.

Verwende deshalb besonders viel Aufmerksamkeit auf Deine Profilseite. Und bitte, bitte: Platziere dort keinen tabellarischen Lebenslauf von der Grundschule bis heute, mit allen nur erdenklichen beruflichen Stationen. Das interessiert Niemanden. Absolut niemanden.

Das sollte auf Deiner Profil-/Über-mich-Seite zu lesen sein

  • Was Dich dazu (besonders) befähigt, das zu tun, was Du machst (Kompetenzen und Stärken)
  • Was Dir wichtig ist und wofür Du stehst (Werte)
  • Warum Du Deine Tätigkeit ausübst und warum Du begeistert von ihr bist (Mission und Motivation)
  • Wie Du dazu gekommen bist (Lebensweg, beruflicher Weg, Erfolge und Niederlagen…)
  • Warum Menschen unbedingt zu Dir kommen sollten (Nutzen)
  • Was das Besondere an Dir ist (Herausstellungsmerkmal). Vielleicht hast Du Deine ganz eigene Story, die Du hier erzählen kannst.

Dabei geht es wohlgemerkt nicht darum, mit den eigenen Leistungen und Errungenschaften zu prahlen, sondern um eine authentische Selbstdarstellung.

Zeig Dich menschlich und so, wie Du bist. Mit Deinen sympathischen Ecken und Kanten. Dann wirkst Du auch für Deine Wunschkunden attraktiv und vertrauenswürdig. Sie können sich mit Dir identifiziern.

Emotionen bauen Brücken. Hier ist ein guter Platz, sie zu zeigen. Schildere auch die Stolperfallen, die Dir im Weg gestanden sind. Fehler machen sympathisch und ermöglichen Deinen Kunden einen leichteren Weg zu Dir. Wer will schon mit unfehlbaren Supermännern/-frauen Geschäfte machen…?

Die Sache mit den Fotos

Ja und nochmals ja: Zumindest ein professionelles (!) und aktuelles Foto von Dir muss auf Deiner Website sein.

Jeder will wissen, mit wem er Geschäfte macht. Da gehört auch Dein Äußeres dazu. Oft höre ich da: „Aber wenn ich meinem potenziellen Kunden auf dem Bild nicht gefalle, er mich nicht sympathisch findet, kommt er vielleicht nicht zu mir.“ Richtig, das ist so. Aber dieser Kunde würde dann ohnehin nicht zu Dir passen. Auch in natura nicht.

Persönlichen Fotos ist auf Deiner Website immer der Vorzug zu geben vor unpersönlichen Fotos von Bildagenturen. Wenn Du Bilder von Agenturen benutzt, müssen sie nicht nur stilistisch zusammenpassen, sondern auch genau Dir und Deinem Angebot entsprechen.

 

2. Filme und Podcasts – Lebendige Selbstdarstellung

Filme – Bewegte und bewegende Selbstvermarktung

Filme werden im Internet immer wichtiger. Nicht zuletzt weil Youtube nach Google die wichtigste Suchmaschine ist. Websiten und Social-Media-Profile, die mit Filmen aufwarten, werden von den Suchmaschinen auch  leichter aufgefunden. Mit keinem Medium kannst Du Dich so gut selbst darstellen wie mit Filmen.

Grund genug auch für Dich, im Rahmen Deiner Selbstdarstellung unter die Filmstars zu gehen! Keine Sorge: Du bist dafür schön und talentiert genug.

Grundsätzlich ist zu unterscheiden zwischen:

  • Imagefilmen (professionelles Filmportrait zu Deiner Person und zu Deiner Firma. Imagefilme erscheinen zumeist auf der Firmenwebsite und auf Videoportalen)
  • „Kurz-Botschaft-Filmen“, in denen Du persönlich unterschiedliche Themen und Dein Expertenwissen präsentierst. Solche Filme kannst Du mit wenig Zeit- und Kostenaufwand selbst produzieren. Sie werden hauptsächlich auf Social-Media-Kanälen und auf Youtube eingestellt.

Podcasts – Verschaffe Dir Gehör

In Podcasts kannst Du nicht nur mit Deinem Expertenwissen überzeugen, sondern auch mit Deiner Stimme. Du musst dazu kein Technik-Profi sein. Im Internet findest Du unzählige Anleitungen dazu, welche Hilfsmittel Du benötigst und wie Du vorgehst, um erfolgreiche Podcasts zu erstellen.

Sowohl für Filme wie für Podcasts gilt: Bleibe Du selbst, verbieg Dich nicht. Hier kannst Du wunderbar zeigen, was Du für ein Mensch bist. Genau dafür werden Dich Deine Kunden schätzen und potenzielle Kunden Dich kennen lernen wollen.

 

3. Blog und Newsletter – Expertenwissen to go

Erfolgreiche Selbstdarstellung und Selbstvermarktung heißt auch, Wissen weiterzugeben, es mit Anderen zu teilen. Es ist die beste Möglichkeit, Dich als Spezialist auf Deinem Gebiet erkennen zu geben und Deinen Expertenstatus zu festigen.

Hier gilt natürlich: Cotent is king. Das heißt, es geht darum, Deine Kompetenz und Deine Persönlichkeit zu zeigen und mit Inhalten zu verknüpfen, die für Deine Wunschkunden wirklich relevant sind. Inhalte, die Antworten auf Ihre Fragen geben. Schreibe keine unpersönlichen Gebrauchsanleitungen, sondern lass bei allem Deine Persönlichkeit aufblitzen. Bringe Deine eigenen Erfahrungen mit ein.

Natürlich kenne auch ich die Bedenken, Deine Mitbewerber könnten Dir Dein Wissen klauen und es für Ihre Zwecke nutzen. Wirf sie über Bord. Natürlich gibt es „Nachahmer“. Merke: Wer eine Marke ist, hat keine Konkurrenten, nur noch Nachahmer ;-). Und das zeigt nur, dass Du wirklich gut bist. Aber deshalb Deinen (potenziellen) Kunden Dein Expertenwissen vorzuenthalten, wäre blanker Unsinn.

Bewerbe Deinen Newsletter und/oder Deinen Blog aktiv. Auf Deiner Website und vor allem in den sozialen Medien. Nur so kannst Du eine große Reichweite erzielen.

 

4. Social Media – Große Bühne für Deine Selbstdarstellung

Die wichtigsten Kanäle

Nirgendwo sind die Möglichkeiten für Deine Selbstdarstellung und Selbstvermarktung größer als in den sozialen Medien.

Vor allem diese Social-Media-Tools solltest Du Dir näher anschauen:

  • Xing (für Businesskontakte vorrangig im deutschsprachigen Bereich)
  • LinkedIn (vorrangig für Businesskontakte auch im außerdeutschen Bereich)
  • Google+ (hauptsächlich für Businesskontakte)
  • Pinterest/Instagram (vor allem interessant für alle, die mit Bildern arbeiten)
  • Facebook (ideal zum Verbreiten Deiner Inhalte, aber auch zur Imagepflege)
  • Twitter (der Social-Media-Kanal für alle, die sich lieber kurz fassen)
  • About.me (als Visitenkarte im Netz)

Bei dieser Menge (und das sind nur die wichtigsten) ist klar: Du hast wahrscheinlich weder die Energie noch die Zeit, alle Kanäle zu bedienen.

Bei der Auswahl der für Dich geeigneten Kanäle solltest Du drei Überlegungen anstellen:

  1. Welche Kanäle benutzen meine Wunschkunden?
  2. Wo fühle ich mich wohl?
  3. Was passt zu mir und meinem Business?

Nur dort solltest Du aktiv sein.

Profilseite & Co.

Wichtigste Grunddisziplin für die Selbstdarstellung ist zunächst eine aussagekräftige Profilseite bzw. ein ausführliches Portfolio (z. B. bei Xing). Das ist praktisch Deine Social-Media-Visitenkarte. Präsentiere Dich nur mit einem professionellen Foto, das Du dann – zwecks der Wiedererkennbarkeit – auf allen Kanälen nutzt.

Gib Kostproben Deines Expertenwissens und zeig den Menschen, wer Du bist und für was Du stehst – kurz: präsentiere Deine Persönlichkeit. Aber bitte nicht in Katzenbildern oder in Form Deines Mittagessens! Versuch dabei immer, die richtige Balance zwischen Geschäftlichem und Persönlichem zu finden.

Das Internet vergisst nichts. Was Du einmal postest, das bleibt. Das ist sowohl positiv wie negativ.

Gehe bei Deiner Selbstdarstellung in den sozialen Netzen deshalb immer mit Bedacht vor. Vermeide es „schlechte“ Nachrichten und negative Botschaften ganz generell zu verbreiten. Das färbt immer auf Deine Person ab. Du weißt ja, wie das mit den Überbringern schlechter Botschaften ist…

Gut vernetzt ist halb gewonnen

Vernetze die einzelnen Kanäle miteinander, damit Du mehr Verbreitung erzielst. Verteile Deine Botschaften immer gleichmmäßig auf alle Kanäle, mit denen Du arbeitest. Achte dabei auf den Gleichklang der Inhalte. Nichts wirkt unglaubwürdiger, als wenn Du Dich überall anders darstellst.

Wer viel zu berichten hat, kann ein Tool wie Hootsuite nutzen. Damit kann man Beiträge direkt in mehrere Kanäle gleichzeitig schicken.

Wenn Du im Übrigen wissen willst, was alles über Dich im Netz erzählt und berichtet wird, richte Dir ein Google Alert auf Deinen Namen ein.

 

Selbstdarstellung offline und online – So wird ein Schuh daraus

Nicht nur die Vernetzung der Online-Kanäle sind für die Selbstvermarktung wichtig, sondern auch Ihre Verknüpfung mit Deinen Medien in der Offline-Welt. So wird die crossmediale Wirkung verstärkt.

Achte darauf, dass…

  • Dein Corporate Design in allen Kanälen konstant erscheint (Logo, Firmenfarben etc.).
  • Du keine widersprüchlichen Botschaften aussendest.
  • Du überall (wieder)erkannt wirst.
  • Deine typische „Handschrift“ überall erkannbar ist.

Alles gar nicht so einfach? Gerne unterstütze ich Dich dabei.

>> Dein Draht zu mir.

 

Versäume keinen Teil der Reihe:

Teil 1: Erfolgreiche Selbstvermarktung – Die sechs wichtigsten Schritte

Teil 2: Erfolgreiche Selbstvermarktung – Die wichtigsten Offline-Tools

Teil 4: Erfolgreiche Selbstvermarktung – Die größten Fehler

 

 


Wer bloggt hier?

Ursula Paulick - Markencoach, Grafikdesignerin, Texterin

Ursula Paulick

Markenbildnerin

Ich unterstütze Unternehmer(innen) dabei, ein einzigartiges Profil zu entwickeln, mit dem sie sich vom Wettbewerb klar abheben. Sie erfahren von mir, wie sie mit einem unverwechselbaren Premium-Angebot eine Nische schaffen und genau die Kunden anziehen, die sie auch wirklich anziehen möchten – und zwar ohne lästige Kaltakquise und ohne marktschreierische Werbung. Sie wissen, was sie tun müssen, um hohe Preise zu erzielen und ihr Unternehmen nach vorne zu bringen.

 

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By |2018-09-24T09:14:06+00:00Januar 17th, 2017|Selbstmarketing betreiben|1 Comment

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